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FuldaGuide 2017

Einkaufen in Fulda macht Spaß!

Frauen finden: Shopping ist eine tolle Freizeitbeschäftigung. Es macht Spaß und glücklich – zumindest kurzfristig. Und das ist den weiblichen Einkäufern viel wichtiger als der reine Konsum. In den Läden stöbern, Schaufenster begutachten und anprobieren was das Zeug hält – da steigt die Laune! „Alles Zeitverschwendung“, entgegnen da die Männer. Sie kaufen nämlich viel zielgerichteter ein als ihr Gegenüber. Bedürfnisse und Auswahl der passenden Geschäfte werden vorher überlegt und sich dann nicht länger als nötig dort aufgehalten. Aber: Egal welches Shoppingverhalten auf Sie zutrifft – eines steht fest: Einkaufen in Fulda stillt alle Bedürfnisse – und macht auch Männern Spaß!

Denn viele kleine, individuelle und inhabergeführte Läden warten genauso wie große bekannte Modeketten auf den einkaufslustigen Gast. In den Hauptstraßen, wie auch in den gemütlichen Seitengassen, wird dank der einzigartigen Atmosphäre das Einkaufen in Fulda zum Erlebnis. Historische Bauten, die ins Mittelalter oder die Zeit des Barocks versetzen, und moderne Shoppingkultur bilden eine Einheit, die immer mehr Besucher in ihren Bann zieht und ein vielseitiges und großflächiges Angebot vorweist. Straßenfeste und verkaufsoffene Sonntage sind zusätzliche Highlights. Fulda ist auch die Stadt der kurzen Wege, denn alles ist innerhalb kürzester Zeit einfach zu erreichen. Ach ja, und Parken ist auch kein Problem!geführte Läden warten genauso wie große bekannte Modeketten auf den einkaufslustigen Gast. In den Hauptstraßen, wie auch in den gemütlichen Seitengassen, wird dank der einzigartigen Atmosphäre das Einkaufen in Fulda zum Erlebnis. Historische Bauten, die ins Mittelalter oder die Zeit des Barocks versetzen, und moderne Shoppingkultur bilden eine Einheit, die immer mehr Besucher in ihren Bann zieht und ein vielseitiges und großflächiges Angebot vorweist. Straßenfeste und verkaufsoffene Sonntage sind zusätzliche Highlights. Fulda ist auch die Stadt der kurzen Wege, denn alles ist innerhalb kürzester Zeit einfach zu erreichen. Ach ja, Parken ist auch kein Problem!

Bahnhofstraße – Fuldas Einkaufsallee

Wenn man ein Fadenkreuz über die Deutschlandkarte spannt, dann liegt die wunderschöne Barockstadt Fulda etwa in der Mitte. Und dank des ICE-Bahnhofs, der A7 und der A66 erreicht man von hier aus die ganze Welt. Wer miterlebt hat, wie die Bahnhofstraße vor fast 140 Jahren begann zu wachsen, würde womöglich von der feierlichen Einweihung des Bahnhofs im April 1875 berichten. Außer einem Bahnhofsgebäude gab es damals nur Äcker und Gärten, von Häusern und Infrastruktur keine Spur.

Heute sieht das Bild ganz anders aus. Die von Bäumen gesäumte Straße ist modern und lädt zum Bummeln ein. Kaum hat man den Bahnhofsvorplatz überquert, findet man zur Linken das Shoppingcenter Centhof mit vielen Geschäften zum ersten Stöbern. Folgt man der belebten Allee weiter, die zur Weihnachtszeit stimmungsvoll geschmückt ist, findet man Drogerien, Parfümerien, Modegeschäfte, Optiker, Teeläden, Ärztehäuser, Apotheken, Schmuckläden und eine große Buchhandlung. Um den kleinen Hunger während der Einkaufstour zu stillen, oder sich bei einem Kaffee zu erholen, bieten ansässige Cafés und Restaurants leckere Kleinigkeiten. Hier lohnt sich auch ein Blick in die Querstraßen, die die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten vervollständigen.

Universitätsplatz – Fuldas strahlende Mitte

Im Sommer ist der Universitätsplatz Schauplatz von Open-Air-Konzerten großer internationaler Künstler – zur Adventszeit erstrahlt er in hellem Glanz der Weihnachtsbeleuchtung. Dann schmücken weihnachtlich dekorierte Buden insbesondere den Universitätsplatz, Jesuitenplatz, Museumshof und den Borgiasplatz. Es duftet nach Glühwein, gebrannten Mandeln und Lebkuchen.

Der Universitätsplatz bildet ein wichtiges Zentrum der Innenstadt, das am südlichen Ende der Bahnhofstraße beginnt und Einkaufsstraßen miteinander verbindet. Ein Baumhain, zahlreiche Bänke und Wasserspiele machen den Platz zu einem stimmungsvollen Ort, der zum Verweilen einlädt. Hier kann in gemütlicher Atmosphäre eine Pause vom Einkaufen eingelegt werden. Für große und kleine Kinder ist besonders das Klangspiel eine Attraktion: quadratische Steinplatten, die auf jeden Schritt reagieren und verschiedene Töne wiedergeben.

In unmittelbarer Nähe lassen viele Modegeschäfte, Kaufhäuser und Cafés das Einkaufsherz höherschlagen. Seinen Namen hat der Platz übrigens von der am östlichen Rand ansässigen Universität Fulda (1734–1805), deren von 1731 bis 1734 von Andreas Gallasini entworfenes Gebäude heute eine Grundschule beherbergt und dem Platz eine barocke Kulisse verleiht.

Unterm Heilig Kreuz & Nonnengasse – heimlicher Stadtmittelpunkt

Überquert man den Universitätsplatz stadteinwärts, gelangt man in die geschichtsträchtige Straße Unterm Heilig Kreuz. Einmal im Kreis führend, nimmt sie die Stadtpfarrkirche in ihre goldene Mitte. Viele markante Gebäude mit einer bewegten Vergangenheit machen die Straße zum heimlichen Stadtmittelpunkt. Das Alte Rathaus ist mit seinem beeindruckenden Fachwerkgiebel und dem Eckturm schon von weitem zu erkennen. Heute hat sich hier eine Buchhandlung niedergelassen. Zum gemütlichen Stöbern laden zahlreiche Mode- und Bekleidungsläden ein. Die Vielfalt der kleinen, aber eindrucksvollen Straße vervollständigt zudem ein modernes Hotel. Eine besondere vorweihnachtliche Atmosphäre verbreitet der Besuch des Winterwaldes auf dem Platz vor der Stadtpfarrkirche. Duftende Bäume, dämpfende Holzschnitzel, kleine Holzbuden, leckere kulinarische Köstlichkeiten laden zum Verweilen und Genießen ein.

Eine schmale, aber sehenswerte Querstraße ist die Nonnengasse. Die hier ansässigen Geschäfte versprechen kulinarische und sinnliche Momente. Einen Ort der Ruhe und Kraft bietet die Benediktinerinnenabtei zur Hl. Maria – vor allem der dortige Klosterladen ist im Trubel der Stadt ein gern aufgesuchter Ort, um zu verweilen, zu schmökern und Schönes anzuschauen.

Friedrichstraße – modern und geschichtsträchtig

Was für den Düsseldorfer seine KÖ ist, ist für den Fuldaer seine Friedrichstraße. Anregendes Shoppingparadies und Ausgehmeile in einem, Laufsteg der Modebewussten und Rastplatz für Genießer. Die Kombination aus Luxus, einer jahrhundertealten Historie und sinnlichen Verführungen macht aus dieser Straße ein Lebensgefühl.

Viele ursprüngliche und inhabergeführte Fuldaer Geschäfte bieten hier in außergewöhnlich schönen Gebäuden Qualität und Service. Sowohl Schmuckliebhaber als auch Modebegeisterte kommen hier voll auf ihre Kosten. Und auch diejenigen, die etwas Besonderes und Individuelles suchen, werden hier fündig. In der Friedrichstraße gibt es viel zu entdecken und es lohnt sich, ausreichend Zeit für die schönen Dinge des Lebens einzuplanen. Für eine Sache ist die Friedrichstraße ebenso bekannt: Schuhgeschäfte. Ein Paradies für jede Frau!

Besonders schön ist es, wenn die Cafés und Gaststätten ihre Tische nach draußen stellen. Dann heißt es: „Sehen und gesehen werden.“ Das Einkaufserlebnis findet seinen perfekten Abschluss mit einem schmackhaften Höhepunkt: Deftige Schmankerl, italienische Leckereien oder sündhafte Konditorenkünste – hier findet jeder garantiert das Passende.

Luckenberg & Pfandhausstraße – mittelalterliches Ambiente

Wer es gemütlich mag, ist in der Altstadt Fuldas bestens aufgehoben. Beschaulich und harmonisch präsentiert sich die Barockstadt in den kleinen verwinkelten Gassen und Straßen. Kopfsteinpflaster und liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser versetzen den Besucher in die Zeit des Mittelalters – so auch am Luckenberg. Die vielen individuellen und inhabergeführten Geschäfte versprühen einen schicken aber angenehmen Charme. Die Spezialisierung der liebevoll gestalteten und oft seit mehreren Jahrzehnten ansässigen Läden sorgt für eine interessante Bandbreite an Einkaufsmöglichkeiten, die edlen bis behaglichen Cafés und Restaurants für den passenden kulinarischen Rahmen in dem Viertel, das durch gepflegte und prächtige oft über 500 Jahre alte Fachwerkhäuser eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.

Der Luckenberg führt den Besucher direkt in die Pfandhausstraße, die parallel zur Friedrichstraße verläuft. In dieser kleinen, aber feinen Straße setzt sich die besondere Atmosphäre der Fuldaer Altstadt fort. Früher sah es hier aber mal ganz anders aus: Zwischen dem Platz Unterm Heilig Kreuz und der Pfandhausstraße stand einst eine kleine Häusergruppe, deren obere Stockwerke fast zusammenwuchsen. Diese fielen jedoch zum Teil in 1904 der Spitzhacke zum Opfer und wurden durch Neubauten ersetzt.

Kanalstraße & Gemüsemarkt – wunderschöne Atmosphäre

Läuft man den Luckenberg hinunter und biegt am Ende rechts oder links ab, gelangt man in die Kanalstraße. Die längste unter den alten Straßen der Fuldaer Innenstadt führt von der Wilhelmstraße beim Hexenturm am Dom über den Gemüsemarkt bis hin zur Karlstraße.
Mit vielen traditionellen Fachwerkhäusern versprüht die Straße einen ganz besonderen Charme. Vom Geburtshaus des Erfinders der Braunschen Röhre, Ferdinand Braun, über den im 12. Jahrhundert errichteten Hexenturm, bis hin zum Mutterhaus als geschichtsträchtiges Gebäude gibt es hier zudem einiges zu bestaunen. Darüber hinaus bietet die Kanalstraße neben Cafés und Restaurants auch all jenen ein großes Angebot, die Einkaufsvergnügen suchen.

Der Gemüsemarkt erstrahlt in einem wunderschönen Kontrast aus alten geschichtsträchtigen Häusern und modernen, den Marktplatz umgebenen Bauten. Diese reizvolle Atmosphäre haben auch die vielen am Gemüsemarkt ansässigen Unternehmen erkannt. Cafés, Restaurants und Bars verwöhnen einkaufslustige Besucher und auch für die schönen Dinge des Lebens findet man Geschenke und individuelle Mode.

Wochenmärkte – Leckereien und mehr

Auf dem Gemüsemarkt zwischen Mittel- und Kanalstraße werden jeden Mittwoch und Samstag (außer an Feiertagen) von 7 bis 13.30 Uhr frische regionale und überregionale Erzeugnisse angeboten. Neben Obst- und Gemüse, Blumen, Fleisch- und Wurstwaren findet man auch leckere Produkte aus Land- und Forstwirtschaft wie Honig, Käse oder Eier. Lassen Sie sich von der typischen Marktatmosphäre in idyllischer Umgebung anstecken und verweilen Sie danach in den kleinen Geschäften und Cafés rund um den Gemüsemarkt.

Ein anderer Marktbesuch in der Nachbarschaft lohnt sich ebenfalls: Auf dem Platz Unterm Heilig Kreuz – vor der Stadtpfarrkirche – bietet die Gemeinschaft der Direktvermarkter Rhön-Vogelsberg e. V. ihre Produkte in den Monaten Februar bis November jeden Donnerstag von 9 bis 14 Uhr auf dem Bauernmarkt an. Fällt ein Donnerstag auf einen Feiertag, wird die Veranstaltung in der Regel auf den vorangehenden Mittwoch vorverlegt. Ob Obst und Gemüse, Blumen, Wurst- und Fleischwaren oder Produkte aus Land- und Forstwirtschaft – in Fulda herrscht buntes Treiben und typische Marktatmosphäre, die zum idyllischen Stadtbild passen. Die kleinen Geschäfte rund um die Märkte vervollständigen das Einkaufsflair.

Buttermarkt – Tradition und Moderne

Buntes Treiben herrscht vor allem im Sommer am bereits 1358 urkundlich erwähnten „Sonnabendsmarket“ – heute besser bekannt als Buttermarkt. Den Namen trägt dieser, weil hier bis in die 1950er Jahre hinein landwirtschaftliche Produkte wie Butter angeboten wurden. An dem beliebten und zentral gelegenen Treff punkt Fuldas treffen Moderne und Tradition aufeinander. Mit Cafés, Gaststätten und Eisdielen sowie zahlreichen Geschäften wird zwischen Marktstraße und Steinweg ein gemütliches Flair versprüht. Steigen die Temperaturen, kann draußen in schöner Atmosphäre Platz genommen und die warmen Sonnenstrahlen genossen werden. Bunt wird es ebenfalls, wenn es wieder heißt: „Föllsch Foll – hinein“, denn der Karneval spielt am Buttermarkt eine große Rolle. Traditionell wird hier jedes Jahr am 11.11. um 11.11 Uhr die fünfte Jahreszeit mit mehreren Kanonenschüssen eingeleitet. Bereits 1881 gab es den ersten Maskenzug durch Fulda – der damalige Prinz Carneval war wohnhaft im Hause Buttermarkt 5. Auch zur kalten Jahreszeit ist der Buttermarkt ein begehrter Ort. Im Winter laden die liebevoll weihnachtlich geschmückten Läden zum Schaufensterbummel ein. Ein anschließender Besuch in einem der Restaurants rundet einen schönen Tag in Fulda ab.

Marktstraße – kleine Straße, großes Angebot

Im Februar 1932 brach in der zur weitläufigen Fuldaer Fußgängerzone gehörenden Marktstraße ein neues Zeitalter des Einkaufsverhaltens an. Max Elsbach eröffnete hier sein Einheitspreisgeschäft für Kurzwaren – für Fulda eine Sensation. Denn beim Kaufhauspionier konnten nur Waren für 10, 25, 50, 75 Pfenning und eine Mark erstanden werden. Und auch heute lässt die einladende Einkaufsstraße, die viele Einzelhändler mit schönen Geschäften vorweist, dem Kauflustigen das Herz höher schlagen. Wer darüber hinaus eine Stärkung oder Erholung vom anstrengenden Bummeln benötigt, findet hier ebenfalls zahlreiche genussvolle Möglichkeiten. Bänke laden dazu ein, eine Rast einzulegen und das Flair der Straße zu genießen. Als eine der Hauptgeschäftsstraßen Fuldas beginnt die Marktstraße am Platz Unterm Heilig Kreuz bei der Stadtpfarrkirche und führt zum Buttermarkt. Die belebte Straße wartet mit zahlreichen beeindruckenden Altbauten auf, die schon einige Jahrhunderte dort stehen. Nicht unterschlagen werden sollten bei einer Shoppingtour die Querstraßen wie die Kleine Marktstraße und das Zitronemannsgäßchen, das zur Mittelstraße führt.

Karlstraße & Mittelstraße – schlendern in der Innenstadt

Vom Buttermarkt aus gelangt man in die Karlstraße. Diese gemütliche und urige Straße bietet dem Einkaufslustigen alles, was das Herz begehrt. Die teilweise seit mehreren Jahrzehnten ansässigen Läden sorgen für eine interessante Bandbreite an Einkaufsmöglichkeiten. Und auch viele Dienstleister sind Teil der wunderschönen Fußgängerzone. Im frühen 19. Jahrhundert zog hier übrigens der ganze Fernverkehr von Frankfurt nach Leipzig vorbei. Die Lage war also für Geschäftsleute und Handwerker heiß begehrt und ist sie auch heute noch. Schlendert man die Straße stadtabwärts, gelangt man in das Kneipenviertel Fuldas, das Bermuda Dreieck. Bei schönem Wetter haben die Restaurants ihre Tische und Stühle draußen stehen und man kann die gemütliche Altstadt-Atmosphäre bei kulinarischen Spezialitäten, einem Glas Wein oder regionalem Bier genießen.

Eine Querstraße zur Karlstraße ist die Mittelstraße. Hier geht das Einkaufsvergnügen weiter. Einen besonders genussvollen Erholungsplatz bietet ein in der Mittelstraße ansässiges Traditionscafé, welches mit einer Vielzahl verlockender Sünden die passende Stärkung für den weiteren Spaziergang durch das schöne Barockviertel bietet.

Florengasse – Weg zur Vorstadt

Am Ende der Straße Peterstor beginnt die Florengasse. Hier gibt es sowohl für Einkaufslustige als auch Genießer ein reiches Angebot an individuellen Geschäften, Restaurants und Cafés. Eine traditionsreiche Kaffeerösterei sowie ein Hotel laden zum Verweilen ein. Die kleine, aber feine Gasse hat sich dabei ihren altfuldischen Charakter so echt bewahrt wie kaum eine andere Straße der osthessischen Stadt. Die ältere Generation erinnert sich mit Sicherheit noch an das ehemalige Kolpinghaus, das einst in der Florengasse stand. Der beliebte Treffpunkt für bürgerliche Geselligkeiten wurde 1970 abgerissen – jetzt ist an dieser Stelle wieder ein Teil der alten Stadtmauer freigelegt worden. Die Florengasse wurde im Mittelalter nämlich durch Mauer und Stadtgraben geteilt – in einen unteren Abschnitt im Stadtgebiet und einer oberen Gasse als Vorstadt. Dort wo sie die heutige Dalbergstraße kreuzt, stand auf der Höhe der Hausnummer 14 damals das fünfstöckige Florentor, dessen Turm etwa elf Meter hoch und sieben Meter breit war. Überquerte man den Graben über die steinerne Brücke, gelangte man in die Floravorstadt, die gen Süden durch das Äußere Florentor geschützt wurde. Dies wurde von den Bewohnern nur Mannstörlein genannt. Von dort aus führte ein Weg hoch zum Florenberg.

Peterstor & Ohmstraße – Zugang zur Stadt

In der Höhe der heutigen Hausnummer 20 in der Straße Peterstor stand bis 1823 das alte Peterstor, das den südöstlichen Zugang zur Stadt regelte. Von dort führte eine große Brücke über den Stadtgraben, an deren Ende ein Vortor lag – ein Wachthaus, das mit einer turmartigen Bastion gesichert war. Von diesem ist noch heute ein Teil erhalten und bei uns als das „Peterstor“ in aller Munde. So mächtig und erhaben, wie es früher mal war, sieht die halbrunde sechs Meter hohe Ruine nun nicht mehr aus. Versteckt unter grünem Efeu und einer Kletterhortensie wirkt sie fast schon etwas verloren und kann inmitten des Autotrubels auf der Rabanusstraße auch schnell mal übersehen werden. Dennoch lohnt es sich, sie näher zu betrachten. Mit ihren Schießscharten und ihrem dicken Gemäuer erzählt sie von kämpferischen, vergangenen Zeiten. Von hier aus gelangt man über die Straße Peterstor unmittelbar in die schöne Innenstadt Fuldas. Doch der Weg dorthin sollte genossen werden, denn die mit Altbauten gesäumte Straße lädt zum gemütlichen Schlendern ein.

Am Ende der Straße Peterstor angekommen, gelangt man auf einen kleinen Platz. Dieser hieß früher Schweinemarkt, weil dort nahe des alten Schlachthauses Viehverkäufe stattfanden. Folgt man sodann kurz der Florengasse, biegt man rechts in die Ohmstraße ab. Diese führt zur schönen Brauhausstraße und beheimatet Cafés sowie diverse Dienstleistungsgeschäfte.

Löherstraße – alte Handelsstraße

Das Tor zur Innenstadt ist die über 700 Jahre alte Löherstraße. Folgt man ihr, gelangt man direkt in die lebendige Mitte Fuldas. Und der Weg durch die verkehrsberuhigte, kopfsteingepflasterte Straße lohnt sich definitiv. Sie zeigt sich, wie viele andere Straßen in Fulda, von ihrer beschaulichen Seite und spiegelt das Straßenbild, welches für die Osthessen-Metropole typisch ist, wider: Viele kleine, individuelle Geschäfte überwiegen – mit ihrem ganz eigenen Charme. Hier findet der Einkaufslustige alles, was er braucht und auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Cafés und Restaurants laden zum Verweilen und Pausieren ein. Ein großes Kino vervollständigt zudem das multikulturelle Flair der Einkaufsstraße. Vom Europarat wurde die Löherstraße als große Kulturstraße ausgezeichnet, da sie im Mittelalter ein Teilabschnitt der historischen VIA REGIA war und die Verbindung zwischen den großen Städten Frankfurt am Main und Leipzig herstellte. Aufgrund dieser äußerst guten Verkehrslage siedelten sich zu dieser Zeit immer mehr Gasthäuser und Handwerksbetriebe an der Straße an. Wollweber, Löher und Weißgerber profitierten vor allem von der nahegelegenen Fulda: Wasser war damals ein wichtiger Energielieferant. Reisende mussten zu jener Zeit zwei Stadttore durchqueren, wollten sie von Südwesten in die Barockstadt gelangen. Das Fuldator am Ende und das Kohlhäuser Tor am Beginn der Löherstraße.

Emaillierwerk – modern Einkaufen in Fulda

Optimale Verkehrslage sowie perfekte Anbindung an das Eisenbahnnetz: Dies waren 1867 die Hauptargumente für den Unternehmer Franz Carl Bellinger, seinen Betrieb für Emaille-Produkte auf dem Gelände des heutigen Fuldaer Einkaufzentrums zu gründen. Wurden damals noch Metallgegenstände emailliert, kann dort heute in moderner und historischer Atmosphäre eingekauft werden. Denn die unter Denkmalschutz stehende Außenfassade der alten Fabrikhalle ist bei dem Ausbau erhalten geblieben. Hinter dieser charakteristischen Sandsteinfassade findet man auf 26.300 Quadratmetern über 25 Geschäfte, die einen vielseitigen Branchenmix bieten: Von Pflegeprodukten über Videos, Taschen und Schuhen bis hin zu Lebensmitteln bereichert das Einkaufszentrum Fuldas Innenstadt. In kleinen und großen Modegeschäften findet jeder das Passende – sei es junge, hippe Mode oder das Kleid für einen rauschenden Ball. Und auch für Kunden von außerhalb ist die lichtdurchflutete Shopping-Mall eine praktische Adresse: Nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt werden zugleich 550 kostenlose Kundenparkplätze angeboten. Am Wochenende ist das Einkaufszentrum mit einer Großraumdisco Anziehungspunkt für Tanzbegeisterte aus Hessen. Abgerundet wird das Angebot durch Dienstleister wie Friseure, ein Fitnessstudio oder Fotostudio. Außerdem ist hier ein großes Elektronikfachgeschäft zu finden. Den Einkaufsbummel kann man am besten im (Eis-)Café oder einem der Restaurants ausklingen lassen.